Rund 300 Gesamtschüler präsentieren Szenen und Tänze

VON SIBYLLE KEMNA

Brackwede. Die Ergebnisse eines halben Schuljahres der Auseinandersetzung mit verschiedenen Themen und ihrer künstlerischen Vermittlung präsentierten am Dienstag die Jahrgänge sechs bis zehn der Gesamtschule Rosenhöhe. Die Beiträge des Fachs "Darstellen und Gestalten" waren unterhaltsam und ereignisreich.

 Über Mobbing und Liebe

Die Schüler aus der sechsten Stufe zeigten zur Musik von Vivaldi tänzerisch angehauchte Szenen und kleine, selbst geschriebene Episoden über Herbst, Winter, Frühling und Sommer. Schlittschuhfahren auf Socken und eine Schneeballschlacht mit Watteflocken gehörten ebenso dazu wie ein Picknick und Eis in der Waffel.

Die Siebtklässler boten gleich drei verschiedene Beiträge: zuerst eine kleine Geschichte von drei Jungen rund um einen Geldkoffer, der die Zuschauer vor allem wegen seiner Action-Szenen begeisterte. Noch mehr Erfolg hatten sechs Schülerinnen mit einer Geistergeschichte, bei der sich ein ermordetes Mädchen als Geist rächt. Im Anschluss interpretierten die Siebtklässler tänzerisch-pantomimisch Gefühle rund um die Liebe: Sehnsucht und Hoffnung, Eifersucht und Begierde.

"Tanzen in allen Lebenslagen" haben die Achtklässler ihr selbst geschriebenes Stück genannt, das viele Lacher im Publikum erzeugte. Die Szene, in der Baby Esra auf die Welt kam zum Beispiel, während der Schwarzlichttanz Entzücken bei den Zuschauern hervorrief.

Mit einem rhythmischen "Becher-Slide" eröffnete die Gruppe von Pia Schiering die zweite Halbzeit. In Stomp-Manier benutzten sie dabei die unterschiedlichsten Gegenstände, um für einen besonderen Sound zu sorgen.

Das Thema "Mobbing" lag den Neuntklässlern besonders am Herzen. Sie spielten in "Fake Account" eine wahre Begebenheit nach, um ihren Mitschülern klar zu machen, dass es kein Spaß ist, jemanden zu mobben. Ihre ganz eigene Version des Sommernachtstraums von Shakespeare zeigten die Neuntklässler von Annette Sandhaus: Ein türkisches Mädchen soll mit ihrem Cousin dritten Grades verheiratet werden, aber das wissen zwei Rastaman zu verhindern.

Die Zehntklässler stellten noch einmal ihr ganzes Können unter Beweis. Die Gruppe von Birgit Schömann verdeutlichte, wie eine Klasse auf einem Schülerausflug zusammenwachsen und die Grenzen zwischen den "Cliquen" überwinden kann. Um "haarige Angelegenheiten" ging es dann bei der Gruppe von Uta Brinkmann, die nicht nur spritzige Szenen rund um Schönheit und Frisur boten, sondern auch als Läuse verkleidet auftraten.

Besonders gut kam bei den Zuschauern das Ende an, bei dem die Schüler Konfetti und Süßigkeiten verteilten.

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03 - Bielefeld Süd, Mittwoch 19. März 2014

Schule ohne Rassismus