Theater der Stadt Bielefeld verschenkt Möbelstück an die Gesamtschule Rosenhöhe

Brackwede (ew). Der Fundus des Stadttheaters platzt aus allen Nähten – jetzt sollen einige Stücke an die Partnerschulen des Theaters verschenkt werden. Eine dieser Requisiten ist das überdimensionale Sofa aus dem Stück „Die Hexen von Eastwick“, das Platz in der Gesamtschule Rosenhöhe gefunden hat.

Pause auf dem roten Sofa

„Wir haben alle Partnerschulen angeschrieben und nachgefragt. Die Gesamtschule Rosenhöhe hat »Hier« geschrien“, berichtet Beate Brieden, Pädagogin am Theater Bielefeld. Das 5,70 Meter lange, 1,85 m breite und 1,70 Meter hohe Sofa wurde jetzt der Gesamtschule übergeben. Schulleiterin Claudia Hoppe freut sich besonders über das Geschenk: „Das ist großartig – eine ganz andere Möglichkeit für Schüler, in Kommunikation zu treten.“ Im Eingangsbereich der Schule können die Schüler darauf ihre Pausen verbringen.

Die Gesamtschule hat in diesem Schuljahr unter Leitung von Katharina Löwenstein einen Projektkurs Theater eingerichtet. Dort werden mit elf Schülern nicht nur Stücke gespielt, sondern auch gemeinsame Theaterbesuche ausgewertet und der Aufbau eines Theaters nachvollzogen. „Durch die Zusammenarbeit mit dem Theater Bielefeld ist ganz viel möglich“, sagt die Projektleiterin.

Der Kurs ist für die Schüler mit zwei Stunden Unterricht pro Woche fester Bestandteil des Schulalltages, darüber hinaus bekommen sie am Schuljahresende dafür Noten. Die Projektgruppe Theater wird in der Gesamtschule nur für Oberstufenschüler in der zwölften Klasse angeboten, ein Projektkurs ist erstmalig entstanden. Doch auch in der zehnten Klasse können sich einige Schüler mit dem Theater auseinandersetzen. So werden zwei Schüler bestimmt, die Vorstellungen im Theater besuchen und im Anschluss Kritiken zu dem Geschehen schreiben. Diese Rezessionen werden an einem Informationsbrett ausgehängt. Reaktionen von Lehrern und Mitschülern sind erwünscht. „Ich würde das jedem weiterempfehlen, der Interesse an Theater hat“, sagt Illary Vasconcelos, die in diesem Jahr einer der Theaterscouts ist.

In Zusammenarbeit mit dem Theater gestaltet so die Gesamtschule das Schuljahr. Beate Brieden ist besonders daran interessiert, „ was wir machen können, damit die Schüler das Theater kennenlernen“. Aktuell hat das Theater Bielefeld 30 Partnerschulen, die Kooperationen begannen in der Spielzeit 2009/2010. Doch auch weitere Projekte wie der Kurs an der Gesamtschule sind sehr gern gesehen am Theater. Briede: „Wenn man das als Projekt schnürt, kann man die Zusammenarbeit sogar noch erweitern.“

© 2014 Westfalen-Blatt
Mittwoch 22. Oktober 2014

 

Schule ohne Rassismus