Friedrich Wilhelm Murnau-Gesamtschule und Gesamtschule Rosenhöhe sind Preisträger

Bielefeld (ju). Projekte, die kulturelle Vielfalt an Schulen fördern und zeigen, dass Integration und ein faires Miteinander aktiv gelebt werden – das forderte die Deutsche Bahn Stiftung mit ihrem Schülerwettbewerb. Zwei Bielefelder Schulen waren zwei von bundesweit sechs Preisträger-Schulen.

Die Einsendungen der Friedrich Wilhelm Murnau-Gesamtschule und der Gesamtschule Rosenhöhe überzeugten die Jury. Am Freitag reisten die glücklichen Gewinner nach Berlin, um das Preisgeld von 5000 Euro entgegen zu nehmen.

 Doppelter Sieg

Unter dem Motto „Integration durch kulturelle Bildung – gemeinsam klappt’s“ konnten Schulen in Deutschland einen maximal fünfminütigen Film einreichen, der sich auf ein bestehendes oder geplantes Kulturprojekt bezieht.

„Integrative Schulmöbelentwicklung“ lautete das Konzept, mit dem die Gesamtschule Rosenhöhe überzeugen konnte. Gemeinsam mit dem didaktischen Leiter Michael Eichholz und dem Architekten Andreas Hermann hat die Schülervertretung mit Schülern aller Jahrgangsstufen multifunktionale Möbel angefertigt, die Flexibilität und Gemütlichkeit versprechen und dabei den persönlichen Vorstelllungen am nächsten kommen. „Wir wollen Möbel entwickeln, die zu uns passen, die gut und vielseitig sind – so wie wir“, erklären die Schülersprecher Fabian Reese (17) und Zuhal Özbey (19) in ihrem Film. Die Sitz- und Liegeflächen zieren seither Klassenräume und Flure. Weil das Material nicht unendlich haltbar ist, werden die Ideen der Schüler bald in Möbel aus Holz umgesetzt.

Seit Januar letzten Jahres läuft das Projekt. Heraus kommen, so Özbey, „viele schräge Ideen, die vom Architekten Andreas Hermann aber stets ernst genommen werden“. Schüler jeden Alters und unterschiedlicher Herkunft bringen ihre Wünsche und Vorstellungen in die Umsetzung neuer Klassenmöbel ein.

Der Filmbeitrag „unterwegs“ der Friedrich Wilhelm Murnau-Gesamtschule stellt das Thema der Integration in den Fokus. Angelehnt an dem Leitgedanken der Deutschen Bahn „Anschluss sichern. Verbindung schaffen. Weichen stellen“ produzierte die Schülervertretung einen Film, der die Idee eines neuen Schulfaches thematisierte. Begleitet wurden sie dabei von Medienpädagogin Katinka Sasse und SV-Lehrer Tobias Klüter. Kurze Stummfilmsequenzen in schwarz-weiß wurden im Film integriert und zeigen die Einfälle der Schüler, die von einem Sprachkurs, einer Spendensammelaktion für Flüchtlinge bis zu Streitschlichtern an der Schule reichen und letztendlich in der Idee mündeten, das Unterrichtsfach „Lebenserfahrung und Empathie“ zu entwickeln.

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Dienstag, 26. Januar 2016

Schule ohne Rassismus